DAS ENTDECKER MAGAZIN

DAS GUTE LIEGT GANZ NAH – HEILIGENBORN UND DIE ILSEQUELLE


Wir wissen nicht wie das "heilige" Wasser der Ilsequelle im Jahre 1622 den Heilbadpilgern angeboten wurde. Heute im Jahre 2021 könnte das in dieser Form geschehen, zur Belebung einer außergewöhnlichen Quelle.



Via Quellenatlas


Das Geheimnis der Ilsequelle

Abschrift der Infotafel an der Ilsequelle


Wie die Ilsequelle sind z.B. auch Lourdes oder Sulzthal positiv rechtsdrehend polarisiert. So unterscheiden sie sich eindeutig und unmißverständlich von anderen Normalgewässern. Man könnte es auch als ein wertvolles Magnetwasser bezeichnen.

Herzlich willkommen im Staatswald des Forstamtes Hilchenbach, einer quellreichen Region des Rothaargebirges.Eine von ihnen ist die Ilsequelle, die im Mittelalter zu den bekanntesten Heilbädern gehörte. Der "Heilige Born" war jahrhundertelang Ziel und Hoffnung vieler "Presshafter", Heilung und Linderung Suchender, die Bevölkerung wusste das Wasser des "heiligen Born" zu schätzen. Allein welche wirtschaftliche Bedeutung die Ilsequelle für unsere Region hatte, wird aus einer noch enthaltenen Aufstellung der "Almoseneinnahmen" ersichtlich. Die Besucher kamen von weit her, beispielsweise ergibt eine Aufstellung von 1622, daß innerhalb von 10 Wochen nach heutiger Währung 43.000,00 DM eingenommen wurden. DIeses Geld, "Almosen" genannt, diente der Unterstützung in Not geratener Gemeinden und Kirchen sowie dem Unterhalt des Heilbades. Nach dem 30-jährigen Krieg geriet die Quelle in Vergessenheit und wurde erst vor einigen Jahren wieder sauber gefasst und zur Erinnerung an die Vergangenheit wieder mit dem Stein eingedeckt, der einst zu Anfang des 17.Jahrhunderts über dem "heiligen Born" lag. Dieser Stein war im 19.Jahrhundert nach Laaspher Hütte verschleppt worden. In der Mitte dieses Steines, des ehemaligen Deckels des Brunnen, befindet sich eine viereckige Öffnung, unter der einst ein Kästchen zum Einlegen von Almosen angebracht war.

Aus weiter Entfernung kamen Kranke, "Presshafte" hierher, um Heilung zu suchen. Für die benachbarten nassauischen Grafschaften Dillenburg und Siegen war das Zusammenströmen so vieler Menschen wegen ihrer Verköstigung von großer wirtschaftlicher Bedeutung. An der stark besuchten Heilquelle wurden von Herborn, von Oberroßbach, von Ebersbach, von Dillenburg und von Siegen Lebensmittel verkauft und es eröffnete sich eine bedeutende Erwerbsquelle.

Auch die Landesregierungen interessierten sich: Der Graf von Nassau-Siegen und der Graf von Hachenburg machten dem Besitzer der Heilquelle, dem Grafen von Wittgenstein Vorschläge zur Einrichtung einer ordentlichen Brunnenanstalt. Graf Ludwig zu Wittgenstein, der sich zuvor wohl wenig um die Quelle gekümmert hatte, nahm sich der Sache an. So wurden 30 - 40 Hütten gebaut, und in geringer Entfernung wurden einige Bäder angelegt. Es wurde der neue Almosenstock eingerichtet und die benachbarten Geistlichen gebeten, abwechselnd jeden Sonntag dort zu predigen.

Der Glaube an die Wunderkraft der Ilsequelle lebte durch die Jahrhunderte fort und in der Tat hat es mit diesem Wasser seine Besonderheit. Es unterscheidet sich physikalisch tatsächlich wesentlich und jederzeit nachweisbar vom normalen Trinkwasser.

Über Wasser vollziehen sich bekanntlich empfindlichste Steuerungsmechanismen im Körper. Da sich nur an fließendem Wasser Aufschlüsse über Lebensqualität, Ausstrahlung und Polarität feststellen lassen, wurde über die elektromagnetische Polarisation das Geheimnis der Ilsequelle Mitte der 80er Jahre entdeckt. Das fließende Wasser entwickelt ein Spektrum von sechs Reaktionslinien. Diese sind bei normalem Trinkwasser abwechselnd linksdrehend und rechtsdrehend + polarisiert.Bei einigen wenigen Quellen sind diese Reaktionslinien aber allesamt rechtsdrehend. Wie die Ilsequelle sind z.B. auch Lourdes oder Sulzthal positiv rechtsdrehend polarisiert. So unterscheiden sie sich eindeutig und unmißverständlich von anderen Normalgewässern. Man könnte es auch als ein wertvolles Magnetwasser bezeichnen.

Im Zuge eines Flächenankaufs von 1970 wurde die heilige Ilsequelle vom Staatlichen Forstamt Hilchenbach angekauft und dem Staatswald angegliedert.

Vor kurzem hat das Forstamt Hilchenbach in Zusammenarbeit mit dem Waldbesitz Dieter Mennekes Quellbereich, Badeweiher und im Verlauf des Ilsetals den gesamten Lebensraum wieder renaturiert und einer natürlichen Entwicklung zugeführt. Landesfortverwaltung Forstamt Hilchenbach